Literatur- und Kulturfrühstück: Fantasy-Literatur

In diesem zweiteiligen Vortrag – wobei jeder Teil für sich alleine steht und separat besucht werden kann – treffen Sie auf die frühen Werke fantastischer Literatur, die die Gattung im 20sten Jahrhundert maßgeblich beeinflusst haben. Lewis Carrolls skurrile, doppelbödige Geschichten von „Alice im Wunderland“ und „Alice hinter den Spiegeln“ kompensieren ebenso wie A.A. Milnes „Pu, der Bär“ die Fantasiearmut des viktorianischen Zeitalters. Jules Verne nimmt in seinen abenteuerlichen Geschichten, in denen er Utopie und wissenschaftliche Erkenntnisse zu einer spannungsvollen Einheit mischt, technische Errungenschaften des 20. Jahrhunderts vorweg. J.R.R. Tolkien entwirft eine Fantasiewelt, in der Hobbits das Gute verkörpern und sich gegen die Orks durchsetzen müssen. Mary Shelley verfasst 1818 den wegweisenden Schauerroman „Frankenstein oder Der moderne Prometheus“, der zunächst anonym veröffentlicht wird. Einen Ausblick werfen wir auf Marcel Proust, der zwar kein Fantasy-Autor war, der aber in seinem Jahrhundertroman „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ (erschienen 1913-27) die Zeit und ihr Verstreichen selbst zum Hauptthema seines Schreibens machte und damit die Literatur revolutionierte.